"Auch im Nachbausaatgut steckt unsere Entwicklungsleistung voll und ganz."

Die zentrale Erhebung ist für Landwirte und Züchter der beste Weg

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Im Nachbausaatgut steckt die Genetik, die das Ergebnis der Züchtungsleistung ist, zu 100 Prozent. Bei einem Saatgutwechsel von rund 50 Prozent muss die Züchtungsleistung auch im Nachbausaatgut entlohnt werden, sonst funktioniert privatwirtschaftliche Pflanzenzüchtung nicht. Schließlich kostet die Sortenentwicklung Geld, und die einmalige Einnahme der Z-Lizenzgebühr reicht nicht aus, die Züchtungsleistung zu finanzieren.


Viele Landwirte haben dieses Bewusstsein und tragen den Züchtungsfortschritt durch den Kauf von Z-Saatgut bzw. die Bezahlung der Nachbaugebühr mit. Dennoch werden immer wieder Fragen an uns herangetragen, warum die Leistung der Züchtung nicht über den einmaligen Z-Saatgutverkauf entlohnt ist und wieso eine zentrale Erhebung durch die STV erfolgt. Die vielen offenen Fragen möchten wir durch eine breitere Aufklärung über die Arbeit der Züchter, die Rechtsgrundlagen und die Aufgabe der STV beantworten.


Die Züchter haben lange überlegt, welches der praktikabelste Weg für die Landwirte und die Züchter zur Erhebung der Nachbaugebühren ist: Der Weg über die zentrale Erhebung erspart Landwirten wie Züchtungsunternehmen Aufwand. Der Landwirt erhält nicht von jedem einzelnen Züchter ein Schreiben, sondern nur ein Anschreiben zur Abgabe der Nachbauerklärung und eine entsprechende Rechnung. Zudem hat er einen zentralen Ansprechpartner zur Abwicklung der Nachbaugebühren. Wenn jede Vertriebsstelle bzw. jeder Züchter die Gebühren selber erheben würde, müsste jeder Züchter jeden Landwirt jährlich anschreiben und die Nachbaugebühren in Rechnung stellen. Und jeder Landwirt müsste für jeden Züchter jährlich eine Nachbauerklärung ausfüllen und die Nachbaugebühr zahlen.


Die erhobenen Gebühren leitet die STV schließlich an die Züchter weiter, damit diese Innovationen in der Pflanzenzüchtung zum Nutzen der Landwirtschaft voranbringen können. Mit der Zahlung der Nachbaugebühr leisten die Landwirte einen wichtigen Beitrag zur Sicherung ihrer eigenen Zukunft. Denn züchterischer Fortschritt ist Grundlage, auf den internationalen Agrarmärkten bestehen zu können.


Warum also nicht den Nachbau einfach und schnell an die STV melden, wenn die Genetik erneut auf dem eigenen Betrieb ausgesät wurde? Mit der zentralen Erhebung der Nachbaugebühren ist der Weg geebnet, die Leistungen der Pflanzenzüchtung einfach und unkompliziert zu entlohnen und so den Züchtungsfortschritt für die Zukunft mitzutragen.

 

 

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