Die Lizenz zum Fortschritt – für die Gesellschaft

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Seit der Spezialisierung vor über 100 Jahren ist Pflanzenzüchtung ein Berufsstand für sich, der wie jeder andere Wirtschaftsbereich auch von seiner Arbeit leben muss. Diese Spezialisierung geht weit über die Selektion von Landsorten hinaus und fordert einen immensen Aufwand. Mit dem steigenden Züchtungsaufwand sind die Erträge der Landwirte um ein Vielfaches gestiegen. Dieser Züchtungsfortschritt trägt wesentlich zur Nahrungssicherung unserer Gesellschaft bei.

 

Beispiel: Forschung zur Trockenstresstoleranz bei Getreide:

Der Klimawandel ist eine der größten gesellschaftlichen und umweltpolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Um zukünftig Erträge zu sichern, entwickeln Pflanzenzüchter robuste Sorten, die an diese neuen Umweltbedingungen angepasst sind, also widerstandsfähiger gegen extreme Wetter- und Standortverhältnisse sind. Die Züchter und Landwirte erwarten stabilere Ernten, auch unter widrigen Bedingungen.

 

Im Jahr 2012 startete ein Verbund-Forschungsprojekt zu Trockentoleranz bei Getreide unter der Leitung der Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung (GFP), die von den Unternehmen der Pflanzenzuchtbranche getragen wird. Beteiligt sind Pflanzenzüchter, Bundeslandwirtschaftsministerium, Universitäten und Institute.

 

In Labor- und Feldversuchen sowie Untersuchungen in speziellen Trockenhallen (so genannten Rainout Shelter) und Klimakammern sollen die Leistungsfähigkeit bzw. das Verbesserungspotenzial von Gerste untersucht werden. Die Gerste wird erstmalig sowohl im Pflanzenbestand als auch im Wurzelbereich analysiert. Mit modernen Analyseverfahren werden jene Genvarianten selektiert, die für die Züchtung stresstoleranter Getreide vorteilhaft sind.

 

Die direkte und aktive Beteiligung von sechs Pflanzenzüchtungsunternehmen ermöglicht die schnelle Umsetzung der Ergebnisse in neuen Sorten für die Landwirte. Ohne Reinvestition in die Züchtungsarbeit können Pflanzenzüchter diese Arbeit nicht leisten. Ihr Beitrag zum Fortbestand des Züchtungsfortschritts: Nachbaugebühren - oder Kauf von Z-Saatgut!

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