"Nachbaugebühren sind Ehrensache. Sie können Großes bewirken."

Nachbaugebühren: Kleine Beiträge mit großer Wirkung

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Traditionell sind die Lizenzgebühren aus dem Verkauf von Z-Saatgut die wichtigste Einnahmequelle der Züchtungsunternehmen, die weitere Investitionen in Innovationen ermöglicht. Bei Getreide, Kartoffeln und Grobleguminosen etwa wird die Wertigkeit und Bedeutung des Züchtungsfortschritts oftmals unterschätzt. Dabei ist die Investition in Saatgut zentral für ackerbauliche Erfolge.

 

In der pflanzenbaulichen Wertschöpfung liegt der gesamte Betriebsmittelaufwand bei 4,6 Mrd. Euro. Gemessen am Gesamtproduktionswert von 47 Mrd. Euro sind das neun Prozent. Nur rund 0,9 Mrd. Euro geben die Landwirte für Sorten bzw. Saatgut aus. Viel höher liegt der Aufwand für die Betriebsmittel Düngemittel/Bodenverbesserung und Pflanzenschutz inkl. Beizung.

 

Auch der Beitrag über Nachbaugebühren ist vergleichsweise gering: Ein Landwirt muss ca. fünf Euro Nachbaugebühr pro Hektar entrichten, um den Züchtungsfortschritt mitzufinanzieren. Umgelegt auf die Betriebe in Deutschland fallen in den alten Bundesländern durchschnittlich rund 95 Euro pro Jahr und Betrieb an, in den neuen Bundesländern sind es gemittelte rund 630 Euro. In ganz Deutschland ergibt sich somit ein durchschnittlicher Wert von 165 Euro pro Betrieb und Jahr. Das sind gerade einmal 0,4 Prozent des Durchschnittseinkommens der Ackerbaubetriebe in Deutschland. Also ein kleiner Betrag, wenn man bedenkt, dass Saatgut das zentrale Betriebsmittel ist. Denn ohne Saat gibt es keine Ernte.

 

Für die Landwirte ist ihre Investition in die Pflanzenzüchtung in Form von Z-Lizenz- und Nachbaugebühren gering, wenn man sie mit anderen Betriebsmitteln vergleicht. Die Chancen und Renditen dieser Investitionen sind aber groß. Die vielfältige Genetik und das zunehmende Wissen über die Bausteine der Pflanzen bieten ein enormes Ertragspotenzial – und können Großes bewirken, wenn weiter in Pflanzenzüchtung investiert wird.

 

 

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