"Nur wenn alle mitmachen, bleibt unsere heimische Pflanzenzüchtung vielfältig."

Nachbaugebühren sichern Züchtervielfalt, stärken den Wettbewerb und ermöglichen so Innovation

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Seit mehr als 100 Jahren verbessern Pflanzenzüchter in Deutschland gezielt die landwirtschaftlichen und gärtnerischen Kulturen durch neue Sorten. Bezogen auf die Anbaufläche gibt es in Deutschland die meisten Getreidezüchter im internationalen Vergleich. Damit haben wir eine innovationskräftige Branche.

 

Viele Züchterhäuser sind Familienbetriebe und stehen der Landwirtschaft sehr nah, da sie häufig aus ihr heraus entstanden sind. Wussten Sie, dass in Deutschland noch über 50 vorwiegend familiengeführte, mittelständische Kartoffel-, Getreide- und Grobleguminosenzüchter für ein hohes Innovationspotenzial und für eine ausgeprägte Sortenvielfalt sorgen?

 

Insbesondere die mittelständischen Züchter sind heute von nicht gemeldetem Nachbau bzw. nicht entrichteten Nachbaugebühren besonders betroffen.

 

Prof. Harald v. Witzke von der TU Berlin bringt es auf den Punkt: Kurzfristig mögen die landwirtschaftlichen Betriebe durch die Einsparung von Saatgutkosten profitieren. Langfristig hat dieses Verhalten aber die Verringerung der Zahl der Saatzuchtunternehmen und einen geringeren züchterischen Fortschritt zur Folge. Dies bedeutet weniger Produktivitäts- und Einkommenswachstum für die Landwirtschaft und somit für jeden einzelnen Betrieb.

 

Es wäre daher falsch, den „Nichtzahlern“ das Feld zu überlassen und Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen zu vernachlässigen. Der Einsatz für den Fortschritt muss in Deutschland von hier ansässigen Unternehmen und öffentlichen Forschungsinstituten geleistet werden. Die Verantwortung für den heimischen Markt tragen wir alle! Wenn alle mitmachen, stärken wir gemeinsam den Wirtschaftsstandort Deutschland.

 

 

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