Resistenzen gibt es nicht zum Nulltarif

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Die Anforderungen an neue Sorten sind hoch: Komplexe Resistenzen, Trockenstresstoleranzen und gute Erträge sind gefordert. Die Entwicklung dieser Hochleistungssorten setzen großes züchterisches Können und Investitionen über viele Jahre voraus. Dieser Aufwand muss über Lizenzgebühren wieder zurückfließen, sonst ist der Züchtungsfortschritt gefährdet. Im Vergleich ist der Anteil des Saatguts im Mittel neun Prozent am gesamten Betriebsmittelaufwand – davon fließt nur ein kleiner Teil in Form von Lizenzen zurück an den Züchter – beim Weizen beispielsweise ca. zwei Prozent.

 

Investition in die Zukunft am Beispiel „Pseudocercosporella-Resistenz“ bei Weizen:

Der Weizenanbau In Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Beispielsweise wird zunehmend „Weizen nach Weizen“ angebaut, was zu verbreitetem Befall mit Erregern wie Pseudocercosporella herpotrichoides führte. Diese Pilzerkrankung am unteren Stängel der Weizenpflanze, die zu Unterversorgung mit Nährstoffen und verstärktem Halmbruch führt, machte den Weizenanbau in den Befallsgebieten vielfach unrentabel. Die Züchtung resistenter Sorten mit dem PCH 1-Gen macht den wiederholten Weizenanbau in den gefährdeten Gebieten, auch bei pflugloser Bewirtschaftung, eher möglich und wirtschaftlich.

In umfangreichen, grundlegenden Arbeiten zur Erweiterung der genetischen Basis der Resistenz stellten Forscher und Züchter fest, dass verschiedene Sorten unterschiedlich empfindlich auf den Erreger reagieren, so dass in relativ kurzer Zeit einige widerstandsfähige Sorten identifiziert werden konnten. Insgesamt dauerten die Untersuchungen und Züchtungsprogramme fast drei Jahrzehnte. Sie werden konsequent weitergeführt und bilden die Grundlage für die fortgesetzte Entwicklung leistungsstarker und krankheitsresistenter Sorten.

Die Forschung und Entwicklung von widerstandsfähigen Sorten, die wirtschaftliche Stabilität versprechen, gibt es nicht zum Nulltarif. Nur wenn durch Z-Lizenz- und Nachbaugebühren eine Reinvestition erfolgt, kann Züchtungsfortschritt stattfinden. Nachbaugebühren – damit Züchtung niemals stillsteht – sind Ihr Beitrag für erfolgreiche Landwirtschaft auch in Zukunft.

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