Welche Arten darf ich überhaupt aufbereiten?

Per Gesetz dürfen nur bestimmte landwirtschaftliche Arten gegen Zahlung von Nachbaugebühren für den Nachbau verwendet werden. Der Nachbau ist nicht für alle Sorten zulässig. Laut der gesetzlichen Bestimmungen dürfen Hybriden und synthetische Sorten nicht zu Nachbauzwecken verwendet und damit auch nicht als Nachbausaatgut aufbereitet werden. Verstöße stellen eine strafbare und zum Schadenersatz verpflichtende Sortenschutzrechtsverletzung dar.
Eine weitere Ausnahme bilden Blaue Lupinen und Sojabohnen, denn für sie gilt das Sortenschutzrecht uneingeschränkt, so dass auch Blaue Lupinen und Sojabohnen nicht zu Nachbauzwecken verwendet und nicht zu Nachbauzwecken aufbereitet werden dürfen. Das heißt, die Aufbereitung ist ausschließlich dem Sortenschutzinhaber vorbehalten. Als Aufbereiter benötigen Sie eine im Einzelfall erteilte Erlaubnis des Sortenschutzinhabers. Eine Aufbereitung ohne die entsprechende Erlaubnis stellt eine strafbare und zum Schadenersatz verpflichtende Sortenschutzrechtsverletzung dar. Aus Artikel 14 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 2100/94 des Rates vom 27.07.1994 (GemSortV) und aus dem Anhang zum Sortenschutzgesetz (SortG) ergeben sich die Pflanzenarten, die grundsätzlich zu Nachbauzwecken verwendet werden dürfen.